Im Mai konnten wir die ersten akustischen Testmessungen an Waldbäumen unter baumbiologischen Gesichtspunkten begleiten. Die Messungen erfolgten an verschiedenen Baumarten. Vor allem bei der Anbringung der Sensoren am Stamm war Fingerspitzengefühl nötig, da zur erfolgreichen Ankopplung die je nach Baumart mehr oder weniger dicke Borkenschicht (besonders bei der Kiefer) entfernt werden muss, ohne den Baum zu verletzen. Während der akustischen Messungen wurde der Vitalitätszustand der Bäume eingeschätzt und mithilfe eines selbstentwickelten Formulars alle Merkmale, die den Baum in seinen akustischen Eigenschaften beeinflussen könnten, erfasst. Es wurden jeweils zwei Bäume einer Art in unterschiedlichen Dimensionen bzw. unterschiedlichen Vitalitätszuständen zur Messung ausgewählt, um Referenzen zu schaffen, welche akustischen Ereignisse dem Baum und seinen Eigenschaften zugeschrieben werden können.
Ergänzend zu den akustischen Messungen und der terrestrischen Vitalitätsansprache haben wir alle Bäume mit einer Multispektral-Drohne beflogen. Darauf erhoffen wir uns, weitere Daten über den Gesundheitszustand der Einzelbäume zu erhalten.


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